Emma & Chris – Die Trennung
Band 2 der Chronik unserer Liebe

Covergestaltung vorbehaltlich zukünftiger Editionen.
Was zwischen Emma und Chris gewachsen ist, beginnt sich zu
verändern.
Nähe verliert ihre Selbstverständlichkeit.
Entscheidungen rücken näher, als beiden lieb ist.
Nach der Veröffentlichung von Emma & Chris – Wie alles begann am 4. Februar 2026 erreichten das Projekt zahlreiche Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern, die sich in der Geschichte wiedergefunden haben.
Die Resonanz auf Band 1 hat gezeigt, dass diese Chronik nicht nur eine abgeschlossene Begegnung erzählt, sondern den Wunsch weckt, den Weg von Emma und Chris weiterzuverfolgen.
Aus dieser Entwicklung entsteht Band 2 – Die Trennung.
Der zweite Band führt die Geschichte konsequent weiter. Nähe verliert ihre Selbstverständlichkeit. Entscheidungen werden unausweichlich. Zweifel treten offen zutage.
Die Chronik vertieft sich – leise, ehrlich und ohne künstliche Dramatik. Was im ersten Band gewachsen ist, wird hier auf die Probe gestellt.
Die Trennung ist kein Bruch der Geschichte, sondern ein
notwendiger Abschnitt ihrer Entwicklung.
Erst durch Distanz wird sichtbar, was wirklich trägt – und was
nicht.
Band 2 befindet sich derzeit in Arbeit und knüpft unmittelbar an die Ereignisse aus Band 1 an.
Ein erster Einblick in Emma & Chris – Chronik unserer Liebe, Band 2: Die Trennung
Was zwischen Emma und Chris war, ist noch da.
Aber etwas hat sich verändert.
Und keiner von beiden spricht es aus.
An diesem Morgen weckte ein lautes Klirren Chris aus dem Schlaf. Gleich danach hörte er ein genervtes „Och menno“. Sein Herz klopfte sofort schneller, das Blut pochte bis in seinen Hals. Erst nach einem kurzen Moment erkannte er Emmas Stimme. Er öffnete die Augen und stellte fest, dass die Stelle neben ihm leer war. Er setzte sich auf und rief in Richtung Küche: „Guten Morgen, mein Herz. Ist alles okay bei dir?“
Eine Antwort blieb aus. Also stand er auf und ging in die Küche, noch halb im Schlaf, doch innerlich bereits wach. Eigentlich wollte er erneut etwas sagen, doch im Türrahmen blieb er stehen, weil ihn der Anblick vor ihm vollkommen einnahm.
Emma trug das weiße Hemd vom Vorabend, vorne locker zusammengeknotet, die Knöpfe vollständig offen, die Ärmel hochgekrempelt. Darunter war sie nackt. Das Morgenlicht fiel durch das Fenster und legte sich weich auf ihre Haut, sodass sich ihr Körper unter dem offenen Stoff deutlich abzeichnete. Chris sah ihren Po, ihre langen Beine und das leicht zerzauste Haar. Sein Blick wanderte langsam über ihren Körper, ohne dass er es steuern konnte. Er stand einfach da und sah sie an, noch immer ganz eingenommen von diesem Anblick.
Als sie sich umdrehte und ihn bemerkte, lächelte sie. „Guten Morgen, mein Hase. Hast du gut geschlafen?“
Jetzt stand sie frontal vor ihm. Das Hemd verbarg kaum etwas, vielmehr betonte es, was es nicht verdeckte. Sein Blick glitt von ihren Füßen langsam über ihre Beine nach oben, weiter über ihren Bauch bis zu ihren Brüsten, bevor er an ihrem Gesicht hängen blieb. Er war selbst nackt aus dem Bett gekommen, weshalb sich seine Erregung nicht verbergen ließ.
„Guten Morgen, mein Herz. Was ist passiert?“, fragte er und versuchte ruhig dabei zu wirken.
Emma musterte ihn einen Augenblick, ließ den Blick kurz über ihn wandern und sah ihn mit einem kaum merklichen Lächeln wieder an.
„Das letzte Glas Erdbeermarmelade von Tante Marianne ist mir heruntergefallen. Komm lieber nicht rein, hier liegt alles voller Scherben. Es klebt überall.“
Chris lächelte. „Wie schade. Soll ich dir Kehrblech und Handfeger holen?“
„Das wäre lieb.“
[...]
Sie stellte das Tablett neben dem Bett ab. Kaum hatte sie es abgesetzt, lag Chris' Hand bereits auf ihrer Haut. Seine Finger glitten unter das Hemd, während er mit der anderen den Knoten löste. Der Stoff öffnete sich, rutschte langsam von ihren Schultern, bis nichts mehr zwischen seinem Blick und ihrer Haut lag.
Emma ließ sich zurück ins Bett sinken und zog ihn zu sich. Ihre Küsse waren zunächst vorsichtig, tastend, wurden dann tiefer, verlangender. Seine Hände glitten über ihren Körper, ruhig, aufmerksam, als wolle er sich jeden Moment einprägen.
„Ich liebe dich so sehr“, flüsterte er.
„Ich dich auch. Aber noch viel mehr.“
[...]
Ihre Atmung wurde unregelmäßig, ihr Körper spannte sich stärker, bis sie sich nicht mehr zurückhalten konnte. In diesem Moment blieb er ganz bei ihr, hielt den Rhythmus und führte sie weiter, bis sich die angestaute Spannung löste.
Emma bäumte sich auf, bevor sie sich erschöpft zurückfallen ließ. Chris zog sie an sich und hielt sie fest, während ihr Körper noch leicht nachzitterte.
„Ich liebe dich so sehr“, flüsterte er erneut.
Emma drehte sich zu ihm, ihr Blick weich und zugleich voller Energie. „Du bist unglaublich“, sagte sie leise. „Ich liebe dich auch. Aber ein bisschen mehr.“
[...]
Es klingelte an der Haustür. Beide zuckten kurz zusammen. Gleich danach klopfte es, begleitet von einer weinerlichen Stimme aus dem Flur.
„Emma, bist du da?“
Emma sah Chris an. „Das ist Emke“, sagte sie leise. „Ich muss kurz aufmachen.“
Chris nickte. „Natürlich. Geh ruhig. Ich warte hier.“
[...]
„Er hat einfach Schluss gemacht“, schluchzte sie. „Ohne Grund. Einfach Schluss gemacht.“
Emma antwortete ruhig: „Komm erst einmal rein.“
[...]
Chris lag noch immer auf der Seite im Bett, völlig nackt.
Emkes Blick fiel direkt ins Schlafzimmer.
„Oh“, sagte sie überrascht. „Störe ich gerade?“
Chris erschrak und richtete sich reflexartig auf, doch es war längst zu spät.
Emma reagierte sofort, trat einen Schritt zurück und zog die Tür mit einer schnellen Bewegung zu.
„Komm“, sagte sie leise zu Emke. „Wir gehen ins Wohnzimmer.“
[...]
„Ich ziehe mich an, packe meine Sachen, hole Luca und Barry ab und fahre danach nach Hause.”
Emma beugte sich zu ihm und küsste ihn sanft.
„Danke.“
Sie drehte sich noch einmal zu ihm um und ließ dabei ihren Morgenmantel zu Boden gleiten.
„Wir sehen uns bald wieder“, sagte sie mit einem kleinen Lächeln. „Dann machen wir da weiter, wo wir heute aufgehört haben.“
Chris sah sie an, als wolle er diesen Anblick noch einmal ganz in sich aufnehmen.
„Darauf freue ich mich“, sagte er ruhig.
Weiterer Einblick in Band 2
Ein zweiter Ausschnitt zeigt, wie sich zwischen Emma und Chris erste Spannungen aufbauen.
Was sich richtig anfühlt, ist nicht immer einfach.
Und das, was leicht beginnt, trägt oft schon den ersten Riss in
sich.
Auch als Chris mit Luca und Barry von seinen Eltern aus nach Hause fuhr, ließ ihn der Morgen nicht los. Das Bild von Emma stand ihm noch immer klar vor Augen. Er sah wieder, wie sie vor ihm gestanden hatte, wie der Bademantel langsam zu Boden geglitten war und wie sie ihm mit diesem kleinen Lächeln versprochen hatte, dass sie bald dort weitermachen würden, wo sie aufgehört hatten. Es war keine dieser Erinnerungen, die mit etwas Abstand matter wurden. Im Gegenteil. Je länger der Tag andauerte, desto stärker hatte Chris das Gefühl, dass etwas von diesem Morgen noch immer an ihm haftete.
[...]
Am frühen Nachmittag, nachdem Emke in ihre eigene Wohnung zurückgegangen war, schickte Emma ihm ein Foto. Sie stand vor dem Spiegel, den Blick direkt auf die Kamera gerichtet, mit diesem schmalen, kessen Zwinkern, das Chris inzwischen nur zu gut kannte. Der Bademantel hing offen an ihr herab, als hielte er sich nur noch für einen letzten Augenblick an ihren Handgelenken fest. Darunter trug sie nichts. Unter dem Bild standen nur wenige Worte.
Ich freue mich auf dich.
Chris sah die Nachricht an und musste unwillkürlich lächeln. Mehr brauchte es nicht. Er wusste sofort, wie sie es meinte.
[...]
Als Chris wenig später bei Emma ankam, war das vertraute Knistern sofort wieder da. Es fühlte sich an, als hätte der Morgen nur kurz innegehalten, statt wirklich zu enden. Sie machten genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Nichts daran war hastig oder ungeduldig. Zwischen ihnen lag längst diese Vertrautheit, die in den vergangenen Monaten gewachsen war. Ihre Nähe war nicht mehr tastend und auch nicht mehr vorsichtig. Sie kannten sich inzwischen so gut, dass vieles keine Worte mehr brauchte. Jede Berührung fand ihren Weg ganz von selbst. Genau das machte diese Momente für beide so intensiv. Es war nicht nur Begehren. Es war das Gefühl, beim anderen ganz loslassen zu können.
[...]
Aus Tagen wurden Wochen. Ohne große Worte rückte ihr Leben immer näher zusammen. Vieles fühlte sich schon selbstverständlich an. Eigentlich war es das noch gar nicht. Gerade darin lag für Chris etwas Schönes. Gleichzeitig spürte er darin etwas, das er damals noch nicht richtig greifen konnte.
[...]
„Was hältst du davon, wenn wir zu deinem Geburtstag ein paar Tage zusammen wegfliegen?“
Schon an ihrem Blick erkannte er, dass die Idee richtig war. Ihre Augen begannen sofort zu strahlen. Genau dieses Leuchten traf ihn jedes Mal aufs Neue.
„Das ist eine tolle Idee“, sagte sie voller Freude. „Woran hast du gedacht?“
[...]
„Schau mal“, sagte er. „Sieben Tage Thessaloniki. Flug und Halbpension. Achthundertfünfzig Euro für uns beide.“
Emma beugte sich vor und las alles genau durch. Danach sah sie ihn an.
„Das klingt wirklich gut“, sagte sie. „Sollen wir das buchen?“
Chris zögerte nur kurz.
„Ja“, sagte er. „Wir machen das.“
[...]
Für einen kurzen Moment fühlte sich alles leicht an. Fast so, als würde das Leben ihnen einfach etwas Schönes schenken.
Während Emma schon darüber nachdachte, was sie alles einpacken würde, meldete sich in Chris ein anderer Gedanke. Zuerst war er kaum spürbar. Dann blieb er und drängte sich immer weiter nach vorn.
Innerlich begann Chris bereits zu rechnen, obwohl er sich das selbst nicht eingestehen wollte.
Emma hatte ihm im Juli Geld geliehen, das er ihr bis dahin noch nicht vollständig zurückgezahlt hatte.
Trotzdem saß er nun neben ihr und buchte mit ihr eine Reise.
[...]
Er konnte Emma nicht absagen. Nicht nach allem, was zwischen ihnen entstanden war.
Nicht nach der Zeit, in der sie ihn immer wieder aufgefangen hatte.
[...]
Am Flughafen in Düsseldorf kam dann der erste Schreck. Chris suchte nach dem Schalter zum Einchecken, doch der Bereich war noch leer.
„Komm schnell“, sagte er zu Emma. „Wir sind bestimmt zu spät. Die haben sicher schon geschlossen.“
Emma sah ihn irritiert an. Noch mehr als seine Worte traf sie der Ton, in dem er sie sagte.
[...]
Chris war aufgeregt. In letzter Zeit geriet er immer schneller innerlich unter Druck, sobald etwas nicht so lief, wie er es geplant hatte. An diesem Morgen zeigte sich das deutlicher als sonst.
Zum ersten Mal vergriff er sich dabei auch Emma gegenüber im Ton.
[...]
Emma liebte Chris noch immer. Daran änderte dieser Morgen nichts.
Trotzdem blieb etwas in ihr zurück, kaum sichtbar, aber deutlich genug, um sie nicht loszulassen.
Es war wie ein kleiner Stich in ihrem Herzen.
[...]
Sie brauchte keinen Mann an ihrer Seite, der sie kleinmachte oder sie nicht so sah, wie sie wirklich war.
Sie brauchte einen Partner, der ihr auf Augenhöhe begegnete.
[...]
„Chris, ist das dein Ernst?“, fragte sie leise. „Fliegen wir wirklich mit der Kiste?“
[...]
Noch während die Maschine über die Startbahn rollte, ging ihr derselbe Gedanke wie zuvor durch den Kopf.
Lernte sie Chris vielleicht erst jetzt richtig kennen?
[...]
Als sie kurz nach drei Uhr ankamen, waren beide erschöpft.
Trotzdem wirkte das Hotel auf den ersten Blick wie ein kleiner Lichtblick nach dieser langen Anreise.
Für einen Moment stellte sich tatsächlich etwas von dem Gefühl ein, auf das sie sich die ganze Zeit gefreut hatten.
Es war noch zart.
Aber es war da.
Auch in Band 2 entfaltet sich die Geschichte transmedial weiter – mit Songs, die aus Chats und Tagebucheinträgen hervorgegangen sind und durch Musikvideos eine zusätzliche visuelle Ebene erhalten.
