Pressemitteilungen

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Ein Blick hinter die Geschichte

Hinter „Emma & Chris – Chronik unserer Liebe“ steht weit mehr als eine Buchreihe. Aus einer wahren Geschichte entstanden mit der Zeit Bücher, Songs, Hörmomente, Hörszenen und Bilder, die heute auf unterschiedlichen Wegen miteinander verbunden sind.

Auf dieser Seite sammeln wir Pressemitteilungen, Hintergrundartikel und Veröffentlichungen rund um das Projekt. Sie erzählen von seiner Entstehung, seiner Entwicklung und den Fragen, die uns auf diesem Weg immer wieder begegnen.

Die Beiträge geben Einblicke in die Verbindung von Literatur, Musik und modernen Erzählformen und dokumentieren, wie aus einer Liebesgeschichte Schritt für Schritt ein Projekt auf mehreren Ebenen entstanden ist.


KI in der Autorenwelt – zwischen Werkzeug, Verantwortung und einer neuen Form des Erzählens

 

Zu diesem Thema habe ich eine klare Haltung. Sie ist nicht aus einer allgemeinen Diskussion entstanden, sondern aus einem Weg, den ich selbst gegangen bin. Aus Unsicherheit. Aus Erfahrung. Aus Fehlern, die ich gemacht habe. Und aus der Erkenntnis, dass künstliche Intelligenz in der Autorenwelt weder pauschal verteufelt noch blind gefeiert werden sollte.

Grundsätzlich bin ich nicht gegen KI. Dafür habe ich zu deutlich gesehen, dass sie an bestimmten Stellen sinnvoll helfen kann. Genauso klar ist für mich aber auch, wo ihre Grenze verläuft. Bücher, die vollständig von einer KI erzeugt und anschließend ohne echte menschliche Prüfung, Verantwortung oder eigene schöpferische Arbeit veröffentlicht werden, sehe ich kritisch.

Ein Buch ist für mich mehr als ein sprachlich sauberer Text. Es trägt immer auch den Menschen in sich, der es geschrieben hat. Seine Erinnerungen. Seine Brüche. Seine Widersprüche. Seine Art, Dinge zu empfinden und einzuordnen. Fehlt all das, kann am Ende vielleicht ein lesbarer Text entstehen, aber noch lange keine Geschichte, die wirklich etwas in sich trägt.

Trotzdem wäre es zu einfach, KI nur abzulehnen.

Nicht jeder Mensch, der etwas erlebt hat oder etwas zu sagen hat, findet automatisch die richtigen Worte dafür. Nicht jeder schreibt rechtschreibsicher. Nicht jeder fühlt sich sicher im Aufbau eines Textes. Viele würden nie anfangen, obwohl vielleicht etwas in ihnen steckt, das es wert wäre, erzählt zu werden.

Genau dort kann KI helfen, ohne selbst zum Autor zu werden. Sie kann Hinweise geben, Fehler sichtbar machen, Formulierungen prüfen oder dabei unterstützen, einen Gedanken klarer zu fassen. Die Geschichte selbst nimmt sie dem Menschen aber nicht ab. Sie bleibt dort, wo sie entstanden ist.

Am Projekt „Emma & Chris – Chronik unserer Liebe“ lässt sich dieser Unterschied besonders gut zeigen.

Am Anfang stand keine Marktanalyse. Kein Businessplan. Keine technische Idee. Am Anfang stand eine Liebeserklärung.

Chris wollte seiner Emma zu Weihnachten mit einem Manuskript über ihre gemeinsame Geschichte eine besondere Überraschung machen. Aus dieser Idee entstand später ein Buchprojekt, obwohl ich als Autorin keinerlei Erfahrung hatte.

Die Grundlage dieser Geschichte besteht aus echten Chats, aus Tagebucheinträgen, aus persönlichen Erinnerungen und aus Momenten, die so stattgefunden haben. Die Geschichte musste deshalb nicht von einer KI erfunden werden, weil ihr Ursprung bereits vorhanden war.

Zum Einsatz kam KI in diesem Projekt nicht, um ein Buch zu schreiben. Die Auswahl der Inhalte, die Entscheidung, was erzählt wird, die Art, wie es erzählt wird, und die gesamte inhaltliche Führung lagen immer bei mir. KI wurde genutzt, um Texte zu prüfen, Fragen zu stellen, auf Fehler hinzuweisen und Gedanken zu hinterfragen, ähnlich wie es sonst im Korrektorat oder Lektorat geschieht.

Die KI hat nichts erlebt. Sie hat nichts erfunden. Sie hat nichts ersetzt. Unterstützt hat sie nur dort, wo es um Sprache, Verständlichkeit und Überarbeitung ging, während die eigentliche Geschichte vollständig aus realen Erfahrungen entstanden ist.

Zu einem ehrlichen Umgang mit diesem Thema gehört für mich auch, die eigenen Fehler nicht auszusparen.

Beim ersten Band habe ich die Unterstützung der KI im Korrektorat und im Lektorat genutzt, weil an vielen Stellen Unsicherheit da war. Vieles von dem, was vorgeschlagen wurde, wirkte im ersten Moment glatter, runder und vermeintlich besser. Formulierungen klangen flüssiger. Übergänge sauberer. Der Lesefluss schien stärker.

Genau dort lag im Rückblick mein entscheidender Fehler.

Nicht im Einsatz der KI selbst. Nicht darin, Hilfe angenommen zu haben. Sondern darin, den Vorschlägen zu oft vertraut zu haben, obwohl es eigentlich nicht nötig gewesen wäre.

Das Buch und sein gesamter Inhalt stammen aus meinem Manuskript und aus meiner Geschichte. Dennoch habe ich mehr von dieser Unterstützung übernommen, als meinem eigenen Stil im Nachhinein gutgetan hat.

Gerade dieser Punkt war wichtig.

Denn daran wurde sichtbar, dass KI zwar helfen kann, man aber erst lernen muss, an welchem Punkt Unterstützung nützt und an welchem Punkt sie beginnt, den eigenen Ton zu stark zu glätten.

Beim Schreiben von Band 2 ist der Umgang damit bewusst ein anderer geworden.

Inzwischen ist mein eigener Schreibstil viel klarer geworden. Deshalb nutze ich KI heute nur noch für Korrekturen und einzelne Prüfungen, nicht mehr als lektorische Führung. Dadurch klingt Band 2 anders als Band 1. Nicht besser. Nicht schlechter. Aber anders.

Gerade darin liegt für mich ein wichtiger Beleg. An diesem Projekt lässt sich nicht nur zeigen, dass KI im Hintergrund unterstützend eingesetzt wurde. Sichtbar wird auch, wie sich mein eigener Umgang damit verändert hat. Aus Unsicherheit wurde mehr Sicherheit. Aus dem starken Annehmen von Vorschlägen wurde eine bewusste Auswahl.

Im Laufe der Arbeit hat sich aus diesem Projekt etwas entwickelt, das am Anfang so nicht geplant war.

Aus einzelnen Momenten der Geschichte entstanden Songs. Später kamen Musikvideos hinzu. Reale Bilder blieben Teil des Projekts. Über die Website werden diese Ebenen miteinander verbunden und in Beziehung gesetzt.

Dadurch ist eine Form des Erzählens entstanden, die für mich mehr ist als ein Buch mit Begleitmaterial. Eine Geschichte kann gelesen, gehört, gesehen und in ihrem Ursprung nachvollzogen werden, ohne ihre Echtheit zu verlieren.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Veränderung.

Nicht darin, dass ein System Texte erzeugen kann. Spannend wird es dort, wo echte Geschichten auf neue Weise erzählt werden können, ohne ihren menschlichen Ursprung aufzugeben.

Was KI nicht kann, ist erleben.

Sie kann keine Beziehung führen. Keine Trennung durchstehen. Keine Erinnerung besitzen. Keine echten inneren Widersprüche mit sich tragen. Sprache kann sie nachbilden. Ein Leben gelebt hat sie nicht.

Deshalb bleibt für mich am Ende immer dieselbe Frage entscheidend:

Steht hinter einem Text ein Mensch, der wirklich etwas zu sagen hat, oder steht dahinter nur ein System, das etwas erzeugt?

KI ist für mich kein Autor.

Aber sie kann ein Werkzeug sein.


4. Mai 2026

Warum Männer über 45 ausgerechnet einer Liebesgeschichte zuhören

Liebesgeschichten gelten oft als Thema für Frauen. Umso überraschender war eine Beobachtung, die bei der Auswertung von fast 80 Songs und Hörmomenten zu einer wahren Liebesgeschichte sichtbar wurde: Die Mehrheit der Zuhörer ist männlich, mehr als 75 Prozent gehören zur Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren.

Die Geschichte hinter diesen Liedern hat sich tatsächlich so ereignet. Die Zuhörer kennen zunächst meist nur die Songs. Erst später wird sichtbar, dass hinter ihnen eine zusammenhängende Liebesgeschichte steht.

Irgendwann wurde es zu einer Gewohnheit, nach jeder neuen Veröffentlichung kurz auf die Statistiken zu schauen. Nicht besonders lange. Nur ein paar Minuten zwischen dem Schreiben neuer Kapitel und all den kleinen Dingen, die zu einer Geschichte gehören.

Anfangs interessierten vor allem die Aufrufe. Ob die Menschen die Lieder fanden. Ob sie blieben oder gleich wieder weiterscrollten. Die üblichen Fragen, die man sich stellt, wenn man etwas erschafft und zum ersten Mal mit anderen teilt.

Mit der Zeit rückten die Zahlen selbst jedoch in den Hintergrund. Stattdessen fiel etwas anderes auf. In den Statistiken standen über Wochen hinweg immer wieder dieselben Altersgruppen ganz oben. Je häufiger wir hinsahen, desto deutlicher wurde, dass es sich nicht um eine zufällige Momentaufnahme handelte.

Wir schauten bei den nächsten Veröffentlichungen wieder hin und danach noch einmal. Das Bild änderte sich kaum, während die Geschichte weiterwuchs und aus einzelnen Erinnerungen neue Lieder entstanden. Die Zuhörer begegneten Songs über Zweifel, Trennungen, Erinnerungen und zweite Chancen, über Menschen, die Fehler gemacht hatten, jemanden vermissten oder mit einem Augenblick lebten, der sich nicht mehr zurückholen ließ.

Genau an diesem Punkt begann sich der Blick auf die Zahlen zu verändern. Aus Aufrufen wurden keine Namen, keine Gesichter und keine sicheren Antworten, aber aus ihnen entstand eine Spur, die sich durch viele Veröffentlichungen zog. Sie erklärte nichts endgültig, doch sie machte sichtbar, dass diese Themen Menschen erreichten, die man bei einer Liebesgeschichte vielleicht nicht zuerst erwarten würde.

Was viele dabei nicht wissen konnten: Die Lieder waren nie als einzelne Titel geplant gewesen.

Lange bevor das erste Lied veröffentlicht wurde, existierte bereits die Geschichte dahinter. Sie beruhte auf einer wahren Begebenheit und wurde zunächst als Buch erzählt. Die ersten Songs entstanden aus einzelnen Szenen dieser Geschichte. Zu Beginn wurden Titel aus unterschiedlichen Abschnitten veröffentlicht. Manche erzählten von den ersten Begegnungen, andere bereits von Zweifeln, Trennungen oder Erinnerungen, die eigentlich viele Kapitel später ihren Platz hatten.

Mit der Zeit entstand daraus mehr als eine Sammlung einzelner Lieder. Nach und nach wurden die Songs in Playlists zusammengeführt, die der eigentlichen Reihenfolge der Geschichte folgten. Aus der Geschichte entstanden nicht nur Kapitel, sondern auch Songs, gesprochene Hörmomente, Hörszenen und Bilder. Manche Lieder griffen eine Szene direkt auf, andere hielten eher das Gefühl fest, das aus ihr entstanden war.

Nach und nach liefen diese unterschiedlichen Ebenen an einem Ort zusammen. Über die Webseite und die in den Büchern enthaltenen QR-Codes konnten Leser und Zuhörer zwischen den einzelnen Bestandteilen wechseln. Ein Kapitel führte zu einem Song. Ein Song zu einem Hörmoment. Ein Hörmoment zu einer Hörszene. Bilder ergänzten Augenblicke, die an anderer Stelle bereits erzählt worden waren.

Aus der ursprünglichen Buchreihe wurde damit keine klassische Vertonung und auch kein gewöhnlicher Soundtrack. Es entstand eine zusätzliche Erzählebene, auf der Text, Musik, Stimme und Bild dieselbe Geschichte aus unterschiedlichen Richtungen berührten.

Seit der Veröffentlichung der ersten Songs Ende März wurden die Lieder und Hörmomente fast 19.000 Mal aufgerufen. Die Wiedergabezeit summierte sich auf mehr als 750 Stunden. In den Statistiken zeigte sich dabei über Wochen hinweg ein überraschend klares Bild: Fast drei Viertel aller Zuhörer waren Männer. Mehr als 75 Prozent gehörten zur Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren.

Vielleicht liegt die Antwort gar nicht in der Form, in der diese Geschichte erzählt wird.

Vielleicht liegt sie in den Themen.

Die Songs handeln nicht von perfekten Menschen. Sie erzählen von Erinnerungen, von Fehlern, von verpassten Chancen, von Trennungen und Neuanfängen. Sie handeln von Eltern, Kindern, Freundschaften und von Menschen, die irgendwann feststellen, dass manche Entscheidungen sie ihr Leben lang begleiten.

Mit fünfundvierzig, fünfundfünfzig oder fünfundsechzig Jahren sind das keine fremden Gedanken mehr. Es sind Erfahrungen, die viele Menschen selbst gemacht haben. Die Geschichte von Emma und Chris mag einzigartig sein, doch die Gefühle dahinter sind es nicht.

Vielleicht beginnen diese Männer deshalb nicht mit einem Buch. Vielleicht begegnen sie zuerst einem Lied, einem Hörmoment oder einer Szene, die sie an etwas aus ihrem eigenen Leben erinnert. Und vielleicht entsteht genau dort die Neugier auf die Geschichte dahinter.

Die Statistik kann das nicht beweisen. Sie kann nur zeigen, dass es geschieht.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Beobachtung: Dass Menschen einer Liebesgeschichte manchmal nicht über ein Buch begegnen, sondern über eine Erinnerung.